Der Frauenrat

Der Frauenrat

Und insbesondere ist heute die Frau berufen, ihr Selbst zu finden und geltend zu machen. Alles, was auf diesem Gebiete geschieht, wird zum Heile der Menschheit beitragen.

Rudolf Steiner: Brief vom 14. Mai 1904

Wanderausstellung „Friedensimpulse von Frauen“ (auf dieser Seite)

Zum Frauenrat des Arbeitszentrums Frankfurt, einer überregionalen Arbeitsgruppe, gehören zur Zeit elf Mitarbeiterinnen aus ganz Deutschland. Sie möchten Frauenaspekte und weibliche Fähigkeiten bewusst machen und in die Anthroposophische Gesellschaft einbringen.

Geschichte
Sieben Frauen gründeten im Mai 2013 den Frauenrat. 2015 wurde die Ausstellung “Friedensimpulse von Frauen” kreiert und auf der deutschen Mitgliederversammlung in Kassel präsentiert. Sie wandert seit da durch Deutschland.
Immer wieder wurden Ergebnisse in anthroposophischen Zeitschriften publiziert. Die Rätinnen treffen sich viermal im Jahr zur gemeinsamen Arbeit. Sie haben zudem 30 Begleiterinnen in Deutschland, Kanada, Österreich, Polen und Schweiz.

Motivation
Die Basisarbeit in der Anthroposophischen Gesellschaft wird überwiegend von Frau­en geleistet, in den Gremien oder unter den Vortragsrednern dominieren Männer. Was hindert Frauen an der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in der Gesellschaft? Was fehlt der Anthroposophischen Gesellschaft dadurch? Wie leben Frauen mit dieser Situation? Was könnten sie ihre spezifischen Qualitäten noch mehr einbringen?

Ergebnisse und Veröffentlichungen

Ausstellung „Friedensimpulse von Frauen“
Die Broschüre zur Ausstellung ist da!
128 Seiten, viele Schwarz-Weiß-Fotos, Abbildung aller Schautafeln der Ausstellung, Ergänzungen zu den Tafeln, vier Artikel zum Thema „Frieden und Frauen“, Literaturliste, weitere Informationen.
Bestellung beim Arbeitszentrum, Schutzgebühr 5,00 €, bei Versand: 7,00 € Vorauszahlung auf das Konto des Arbeitszentrums Frankfurt: DE74 4306 0967 0010 8468 02, BIC: GENODEM1GLS
Bitte Name und Adresse bei den „Bemerkungen“ angeben.
Weitere Informationen: hier klicken

Aktuelles

Frauenrat zu Gast beim Bund der Waldorfschulen
Der Frauenrat der Anthroposophischen Gesellschaft/Arbeitszentrum Frankfurt war am 16. November 2019 zur Mitgliederversammlung des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ eingeladen.  Acht Frauenrätinnen unterbrachen ihre eigene Sitzung an dem Tag im Rudolf Steiner Haus Frankfurt und begaben sich zur Einheit „Zukunftsthemen nach Waldorf 100“ in die nahe gelegene Frankfurter Waldorfschule. Der Frauenrat wurde freundlicherweise zu Beginn des Sitzungsabschnittes dem Plenum vorgestellt. Es sind weitere Schritte der Begegnung vorgesehen.

Gedenkvortrag für die erste christliche Priesterin
In der Christengemeinschaft Darmstadt hielt am 29. November 2019 die Pfarrerin und Lenkerin Gisela Thriemer einen Vortrag über die erste Priesterin der Christengemeinschaft: Gertrud Spörri (1894 – 1968). Sie und Johannes Werner Klein brachten 1921 mit ihren Fragen an Rudolf Steiner die „Bewegung für religiöse Erneuerung“ ins Rollen. 1922 wurde sie von Rudolf Steiner zur Priesterin der Christengemeinschaft geweiht. Damit war Gertrud Spörri die erste Frau im Christentum, die offiziell und beruflich dieses Amt ausführte. Gleichzeitig wurde die studierte Theologin neben sechs männlichen Kollegen zur Lenkerin ernannt. 11 Jahre war sie in Gemeinden und deutschlandweit – ab 1929 als Oberlenkerin – tätig, dann schied sie aufgrund von schicksalhaften, tragischen Begebenheiten (1933!) aus. Ihre Schrift „Die Frau am Altar“ entstand auf Veranlassung Steiners, wurde aber von den Kollegen nicht anerkannt und erst 1931 veröffentlicht.

Veröffentlichungen des Frauenrats
Empfehlungen
zur Vorstandsbestellung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland vom 1. Februar 2014 (in den „Mitteilungen“ März 2014 veröffentlicht)
PDF ansehen

Interview in „Info 3“ im Januar 2015
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Artikel „Zur ‚Natur der Frauen‘“
von Magdalena Zoeppritz
in „Die Drei“ 2/2015
PDF ansehen

Sammlung “Anthroposophisches zur Frauenfrage”
von Dr. Magdalena Zoeppritz, 6. Version 2018
PDF Frauen2019-2 ansehen: Frauen20192

Derzeitige Aufgaben

  • Gemeinsame Erkenntnisbemühung zu geschlechtsspezifischen Fragen (Individuelles und Geschlechtsbestimmtes, Freiheit in einer weiblichen Inkarnation, Geschlechtertrennung, terschiedliche leibliche Konstitution der Geschlechter)
  • Goetheanistische Beobachtungsübungen zum Feld „männlich-weiblich“ in der Anthroposophischen Gesellschaft
  • Befassen mit dem Thema Frieden im Zusammenhang mit der Ausstellung
  • Einbringen von Themen in die Anthroposophische Gesellschaft
  • Beobachten des Zeitgeschehens mit Gendersensibilität

Literatur
Eine Literaturliste zur Ausstellung „Friedensimpulse“ ist vorhanden.
Literaturliste (PDF) ansehen

Derzeit wird ein Online-Katalog der neuen Frauenbibliothek erstellt.
Hinweis: Es gibt die Rudolf Steiner Bibliothek Stuttgart, die Zentralbibliothek der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland. Sie stellt eine umfassenden Online-Katalog zu Verfügung:  http://rsb.bibdia-hosts.de/opac/de/index_frm.html.S, Telefon: 0711 – 16 43 112 (Dr. Ruth und Dr. Jörg Ewertowski)

Kontakt

Frauenrat des Arbeitszentrums Frankfurt
der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland e.V.
60433 Frankfurt/Main, Hügelstr. 67,
Tel. 069 – 530 93 581, Fax – 588
Mail: info@arbeitszentrum-ffm.de
Homepage: www.arbeitszentrum-ffm.de/frauenrat