| ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND, ARBEITSZENTRUM FRANKFURT/ MAIN | |
:: HOME :: AKTUELL :: VERANSTALTUNGEN :: STUDIENSTÄTTE :: FORSCHUNG :: ZWEIGE :: LINKS :: KONTAKT :: |
|
C H R O N I K
des Arbeitszentrums1945/46 Lizensierung der "Anthroposophischen Gesellschaft Groß-Hessen" durch die Militärregierung. Dieser lose Verbund brachte den einzelnen Zweigen Erleichterung in der Arbeit gegenüber den Behörden. 1947 In Marburg entsteht der Hessische Mitarbeiterkreis der Anthroposophischen Gesellschaft, ein lockeres, offenes Collegium, das in der Folgezeit zweimal im Jahr, reihum in Wiesbaden, Frankfurt und Marburg zusammentrat, um die verschiedenen Probleme des anthroposophischen Lebens und der Bewegung zu fördern.
(Erich Joseph Thiel in . Mitt. a. der anthr. Arbeit in 01. Nr. 17 - Michaeli 1951)
Dr. Helmut Knauer führt das Sekretariat für das Zentrum "Großhessen" in Wiesbaden.2.5.1947 Die Militärregierung erteilt der Anthroposophischen Gesellschaft. Frankfurt aM. über den Kulturausschuß des Magistrats der Stadt die Genehmigung. sich im Sinne ihrer vorgelegten Satzungen im Beziri< Frankfurt a. M. zu betätigen. 10.2.1952 Die Delegiertenversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland findet im Ärztehaus in Frankfurt statt.
Die Frankfurter Delegiertenversammlung hatte als ihre Hauptaufgabe die Entscheidung über die "Richtlinien", die bei der Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland Anfang November
1950 in Wuppertal als für die Dauer eines Jahres geltend beschlossen worden waren.
In letzten Beratungen während der Nacht vor der eigentlichen Delegiertenversammlung am 17.11. konnten die Forderungen nach
Autonomie der Arbeits-Zentren sowie nach einer Verantwortung tragenden Führung der Gesellschaft zu einem gesunden Ausgleich gebracht werden... durch eine den tatsächlichen Verhältnissen Rechnung tragenden Regelung der Kompetenzen eines Arbeitskollegiums und einer Vertreterschaft der Arbeitszentren. - Das zeigte sich als fruchtbare Idee, nicht als Kompromiß.
Es wurde als neues Organ der Landesgesellschaft der Vertreterkreis der Arbeitszentren geschaffen. - Die neuformulierten Statuten fanden - bei
3 Enthaltungen - die Zustimmung der 174 Delegierten, die ca. 8700 Mitglieder vertraten.
Die Bildung eines 7. Zentrums "Frankfurt" (Großhessen - 600 Mitglieder - und wahrscheinlich Rheinland-Pfalz - 300 Mitglieder umfassend) wird von der Delegiertenversammlung bestätigt.
(Bericht von Erich Schwebsch in der Beilage zu Mitt. a. d. anthr. Arbeit in
Dt., Heft 18 - Weihn. 1951) J
Als Umsetzung der Frankfurter Richtlinien konstituierte sich der Vertreterkreis der Arbeitszentren auf einer .gemeinsamen Sitzung mit dem
Arbeitskollegium der Landesgesellschaft am 8. und. 9. März 1952 in Marburg.
(Beilage zu den Mitt. a. d. anthr. Arbeit in Dt., H. 19 - Ostern 1952)1952/53 Es trafen sich in Frankfurt Vertreter der Zweige und Arbeitsgruppen aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Gegenstand der Beratungen war die Bildung eines gemeinsamen Arbeitszentrums, wie ein solches auf Grund der deutschen Delegiertentagung im November vorigen Jahres in Frankfurt in Aussicht genommen war. ...
Herr Dr. Thiel-Darmstadt wurde als Vertreter des Gebiets gewählt. Zu seinem Stellvertreter wurde Herr W Gurlitt-Frankfurt von der Versammlung bestimmt. Diese Regelung soll zunächst für ein Jahr gelten. Als Sitz einer Geschäftsstelle
ist Frankfurt in Aussicht genommen.30.5.1964 In Gießen: Neu-Konstitution des Arbeitszentrums Hessen-Rheinland Pfalz mit Hagen Biesantz als Sekretär. Else Lapp ist Mitarbeiterin im Frankfurter Sekretariat. Es werden regelmäßige Zusammenkünfte der Zweigbeauftragten
und Vertreter der Tochterbewegungen vereinbart.20.6.1964 Eine erste Zusammenkunft des Vertreterkreises im Arbeitszentrum findet in Frankfurt im Raum des Goethezweiges in der Fichardstraße statt. Aus Anlaß
eines notwendig werdenden Neudruckes von Briefbögen wird beschlossen, in Zukunft die von der Landesgesellschaft gebrauchte Bezeichnung "Arbeitszentrum Frankfurt' zu verwenden. Der Goethe-Zweig bzw. Frankfurter Institutionen werden auf dieser Zusammenkunft durch folgende Persönlichkeiten vertreten: Marieluise Dörr, Hans Georg Krauch (Waldorfschule), Ekbert Lasch, Marieluise Molzahn,lIse Schneider-Schrey, Alfred Schütze (Christengemeinschaft), Irene Suwelack (Waldorfschule), Fritz Steglich, Gerda Ziemann.
(Protokoll vom 27.6.1964 - Hagen Biesantz, Else Lapp)1966/67 Hagen Biesantz wird in den Vorstand am Goetheanum nach Dornach berufen. Hans Georg Krauch übernimmt die Leitung des Sekretariats des Arbeitszentrums.
Durch Initiative des Arbeitszentrum Frankfurt werden in Kassel, Darmstadt, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Gießen, Marburg und Lauterbach von Oktober bis April monatlich öffentliche Vorträge auf Grundlage von Rudolf Steiners Berliner Architektenhausvorträgen gehalten, mit dem Ziel, in das Kulturleben der Städte einzugreifen. In diesem Zusammenhang finden in Frankfurt (Festsaal der Industrie- und Handelskammer) Vorträge von H. D. van Goudoever. Georg Unger, Kurt Franz David, Walter Bühler, Hans Müller-Wiedemann, Walter Donat und Wilhelm Kelber statt. - Auch in den folgenden Jahren werden solche Vortragsreihen durchgeführt.1.4.1975 Beschluss über das Bau- und Raumprogramm für das Rudolf Steiner Haus. Architekt: Carsten Waltjen, Frankfurt 30.5.1975 Mitgliederversammlung des Arbeitszentrums in Heidelberg: Die Zweige des Arbeitszentrums machen das Frankfurter Bauvorhaben zu ihrer gemeinsamen Initiative. Hans Georg Krauch erklärt sich bereit, im Laufe der nächsten Jahre ganz für die Anthroposophische Gesellschaft zur Verfügung zu stehen, um die Arbeit in dem neuen Haus zu tragen. 19.10.1976 Kauf eines zur Gärtnerei Sinai gehörenden Grundstückes (5887 qm) in der HügelstraBe (Ecke Heussenstammstraße), das damals noch als Getreidefeld genutzt wird. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Freien Waldorfschule Frankfurt.
Für unser Vorhaben benötigen wir nur einen Teil dieser Fläche. Wir werden es also nicht allein nutzen. (Spendenaufruf 1976. gemeinsam von Goethe-Zweig und Arbeitszentrum)
...Dieses Gelände bot über die Errichtung eines Rudolf Steiner Hauses hinaus die Möglichkeit. weitere Aufgaben in Angriff zu nehmen, die sich in den Dienst sozialer Bedürfnisse der Stadt Frankfurt stellen. (Carsten Waltjen. Festschrift)
So entsteht die Initiative für das 'Sozial-Pädagogische Zentrum" mit der Altenwohnanlage Haus Aja Textor Goethe.
Fritz Steglich macht eine Reihe von Skizzen. in denen er versucht. zu den verschiedenen Veranstaltungen innerhalb der Zweigarbeit eine
entsprechende Raumform zu entwickeln. Er hat sich jahrelang mit den künstlerischen Formen des Ersten Goetheanum beschäftigt und sieht die Notwendigkeit. etwas von diesem Bauimpuls in dem neuen Zweiggebäude zur Geltung zu bringen. (Carsten Waltjen. Festschrift)8.4.1978 Heidelberg: Eröffnung des Friedrich von Hardenberg Institutes für Kulturwissenschaften. Zu den Gründern gehören Karl-Martin Dietz,
Thomas Kracht u.a.24.5.1985 Hans Georg Krauch berichtet im Initiativkreis des Goethe-Zweiges vom Ausscheiden Frau Meinings aus dem Arbeitszentrum. Der Nachfolger sollte eine auch geisteswissenschaftlich selbständig arbeitende Persönlichkeit sein. Herr Kilthau, bislang Mitarbeiter am Hardenberginstitut in Heidelberg. wäre bereit. sich für 1-5 Jahre in diese (gehaltsmäßige) Halbtagsposition zu verpflichten. Zusätzlich wäre für 2 Tage in der Woche eine Schreibkraft zu finden. Der Zweig gibt dazu sein Einverständnis. 1985 Während einer Woche (11.-18.8.) fand auf der Baustelle des Rudolf Steiner Hauses eine von und für Studenten des Arbeitszentrums veranstaltete Tagung statt, zu der 14 Menschen zusammenkamen. um gemeinsam am plastischen Innenausbau mitzuarbeiten und zugleich ein eingehendes Textstudium am
1. Vortrag der "Anthroposophischen Gemeinschaftsbildung" von Rudolf Steiner zu betreiben.1.8.1985 Nachdem Monika Meining aus dem Sekretariat des Arbeitszentrums ausgeschieden ist, übernimmt Wolfgang Kilthau ihre Aufgaben und wird zum engen Mitarbeiter des Sekretärs, Hans Georg Krauch. In den technischen Büroarbeiten wird er von Anna Katharina Dehmelt unterstützt. Ehrenamtlich arbeiten weiterhin Else lapp, Trude Nagel (Mitgliederkartei), Erna Paquin (Postverkehr) und Irmgard Schmitt (Buchführung) mit.Letztere macht auch die Buchführung des Goethe-Zweiges (bis 1994). 1987 Eröffnung der "Studienstätte für Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft" des Arbeitszentrums im Rudolf Steiner Haus Frankfurt Anliegen ist es, die Anthroposophie selbst als die Quellkraft für die verschiedenen Arbeits- und Lebensbereiche ins Bewußtsein zu nehmen. 1.9.1987 Barbara Messmer übernimmt Büroarbeiten im Sekretariat des Arbeits
zentrums. Später führt sie das Sekretariat gemeinsam mit Wolfgang Kilthau. Anna Katharina Dehmelt ist nun ganz für den Goethe-Zweigtätig.18.10.1987 Eröffnung und Arbeitsbeginn der Frankfurter Abteilung des Friedrich von Hardenberg-Institutes mit Beiträgen von Wolfgang Kilthau (Frankfurt), Karl-Martin Dietz (Heidelberg), Heinz Zimmermann (Dornach) und Thomas Kracht (Heidelberg).
Mitarbeiter der Abteilung sind Frank Hussung und Wolfgang Kilthau.
Im Vordergrund der Frankfurter Institutsarbeit steht zunächst eine auf anthroposophischer Grundlage vertiefte wissenschaftliche Durchdringung der deutschsprachigen Uteratur, beginnend mit der GoetheZeit. Als AufgabensteIlung ergibt sich die wissenschaftliche Vertiefung auf die ihr zugrundeliegenden Voraussetzungen und Fragestellungen zu untersuchen.
(Wolfgang Kilthau, MittAz. Ffm, Weihnachten 1987)
(Diese Abteilung wird 1996 als nach außen auftretende Einrichtung wieder aufgelöst, da die Frankfurter Mitarbeiter - Wolfgang Kilthau, Barbara Messmer und Stephan Stockmar - lebensgemäß den Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Anthroposophischen Gesellschaft haben.)